Kostenübernahme

Als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin besitze ich eine Approbation (staatliche Zulassung) in dem Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie und bin im Arztregister der Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin eingetragen. 

 

Die Kassenzulassungen für Psychotherapeuten sind trotz der ambulanten Versorgungsengpässe in Berlin stark begrenzt. Dadurch ist meine Praxis formal eine Privatpraxis.  Das bedeutet, dass ich derzeit keine Abrechnungsgenehmigung für die gesetzlichen Krankenkassen habe. 

 

Ich biete Psychotherapie für gesetzlich Versicherte im sogenannten Kostenerstattungsverfahren, privat Krankenversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahler sowie sogenannte KJGH-Therapien im Rahmen der Jugendhilfe an. Weitere Informationen hierzu nach dem aktuellen Hinweis (siehe unten).

 

Aktueller Hinweis für gesetzlich Versicherte

Gesetzlich Versicherte haben auch nach dem 01.04.2017 (Inkrafttreten der Reform der Psychotherapie-Richtlinie) Anspruch auf Kostenerstattung nach § 13 Absatz 3 SGB V, wenn keine Vertragspsychotherapeuten (Psychotherapeuten mit sog. Kassenzulassung) gefunden werden.

 

Es besteht also weiterhin ein Rechtsanspruch auf eine sog. Richtlinien-Psychotherapie (klassische Psychotherapie im Sinne einer Kurz- oder Langzeittherapie) für die gesetzlich Versicherten – auch in einer Privatpraxis!

 

Jedoch lehnen derzeit die Krankenkassen vermehrt Anträge auf Kostenerstattung mit der Begründung ab, dass das Leistungsspektrum der psychotherapeutischen Praxen um die sog. „psychotherapeutische Sprechstunde“ und die „Akutbehandlung“ erweitert worden sei.

 

Die „psychotherapeutische Sprechstunde“ dient jedoch lediglich einer diagnostischen Ersteinschätzung, in der „Akutbehandlung“ soll eine kurzfristige Stabilisierung erreicht werden. Hier wird somit keine Psychotherapie im klassischen Sinne angeboten.

 

Durch die Reform wurden keinesfalls mehr oder neue Psychotherapieplätze geschaffen!

 

Zudem ist die „psychotherapeutische Sprechstunde“ für gesetzlich Versicherte im Vorfeld der Beantragung einer Psychotherapie erst ab dem 01.04.2018 verpflichtend.

 

Viele Krankenkassen verweisen mittlerweile auf die Inanspruchnahme der sog. Terminservicestellen (TSS) der jeweils zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Die Aufgabe der TSS ist die Vermittlung von Terminen für die „psychotherapeutische Sprechstunde“ sowie die „Akutbehandlung“. Hier werden keine Plätze für Psychotherapie vermittelt! Und Sie haben keine Möglichkeit eine bestimmte psychotherapeutische Praxis auszuwählen bzw. Einfluss auf Ort und Zeitpunkt des Termins. 

 

Weitere Informationen hierzu (Link):

Behandlung in Privatpraxen weiterhin möglich (Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer)

 

 

Gesetzlich Versicherte

Gesetzlich Versicherte können in meiner Praxis nur über das Kostenerstattungsverfahren (nach §13 Absatz 3 SGB V) behandelt werden. 

Über die notwendigen Schritte zur Beantragung des Kostenerstattungsverfahrens informiere ich Sie gerne telefonisch sowie im (kostenlosen) Erstgespräch.  

 

Detaillierte Informationen zur Kostenerstattung finden Sie außerdem hier in dem Flyer der Bundespychotherapeutenkammer.

 

Privat Krankenversicherte /Beihilfe

In der Regel werden die Kosten für die Psychotherapie von den privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe vollständig bzw. zu einem großen Anteil, übernommen. Die Anzahl der Therapiesitzungen, die erstattet werden, kann jedoch von dem individuellen Tarif abhängig sein. Bitte informieren Sie sich vorab über ihre Vertragskonditionen und fordern Sie die notwendigen Unterlagen zur Beantragung einer Psychotherapie an.

 

Selbstzahler

Grundlage der Abrechnung für Selbstzahler ist die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

Ein individueller Behandlungs- und Honorarvertrag wird vereinbart. In diesem Fall muss die Krankenkasse keine Mitteilung und/oder Information über die Psychotherapie erhalten.

 

Finanzierung durch das Jugendamt (KJHG-Therapie)

KJHG-Therapien im Rahmen der Jugendhilfe nach SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) können als "Eingliederungshilfe" (nach §35a SGB VIII) oder "Hilfe zur Erziehung" (nach §27 Abs. 3 SGB VIII) beim zuständigen Jugendamt (Wohnbezirk) beantragt werden. Dabei erfolgt die Feststellung des Therapiebedarfs durch einen der folgenden Fachdienste: Kinder- und Jugendpsychatrischer Dienst (KJPD), Schulpsychologischer Dienst (SchPD) oder Erziehungs- und Familienberatungsstelle (EFB).

Die Kosten werden vom Jugendamt übernommen.